Mit Axel Schäfer auf Radtour durch Bochum

05.06.2017
Eine ungewöhnliche Idee hatten die NaturFreunde aus Linden-Dahlhausen. Sie wollten zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer   dessen Wahlkreis mit dem Stahlross erkunden. Axel Schäfer, selbst Mitglied der NaturFreunde, war gerne dazu bereit und hatte sofort zugesagt.                             
Pfingstmontag war ein guter Tag. Die Sonne lachte und eine 20-köpfige Gruppe traf sich im Schloßpark Weitmar zur „Wahlkreisrunde“. Von Weitmar, durchs Lottental ging es zur Ruhr – Uni. Axel Schäfer Schäfer erklärte an verschieden Haltepunkten die Früchte langjähriger sozialdemokratischer Politik in und für Bochum. Altenbochum, Riemke und Hordel waren die nächsten Ortsteile die durchfahren wurden. Man nahm sich genügend Zeit die Schönheiten unser Stadt, z. B. die Hordeler Heide, in sich aufzunehmen. Weiter ging es über zum Westpark, durch den Südpark Richtung Dahlhausen, zum Vereinsheim der NaturFreunde, dem NaturFreundeTreff.

Eine vortrefflich organisierte Runde durch unsere grüne Stadt fand hier mit einem zünftigen Mittagessen einen guten Abschluss.

Radfreizeit in Bad Holzhausen/Preuß. Oldendorf 07.2016

 Unsere Radfreizeit 17.07. – 24.07.2016
am reizvollen Wiehengebirge

Sonntag – Anreisetag:
Mit uns kommt die Sonne. Nachdem wir im wunderschön gelegenen Haus Röscher in Bad Holzhausen unsere Zimmer bezogen haben nutzen wir den Nachmittag zu einem Radausflug auf dem Lübbecker Landweg zum großen Moor. Erstes Ziel ist das Naturschutz-Zentrum Moorhus. Auf der Rückfahrt kann uns die Stadt Lübbecke an einem Sonntag nicht überzeugen. Überzeugen kann uns allerdings unser Quartier.
Die Pension Röscher mit riesigem Grundstück und herrlichem Biergarten ist ein Glücksgriff. Wir fühlen uns sofort wohl und willkommen.
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Montag:
Wir lassen uns einen Tipp von der Großfamilie Röscher geben. Nach ausgiebigem Frühstück geht es auf dem Bahn-Radweg nach Rahden. Volltreffer. Unterwegs der Große Auesee.  Er ist eigentlich klein, aber doch ein schnuckeliges Plätzchen für eine kleine Verschnaufpause.  Eine Rast  mit leckerem Kuchen und “eiskaltem“ Eis gibt es dann im Creativ-Café in Rahden.
Anschließend haben wir den ersten platten Reifen; es blieb auch der einzige. Der erste schöne Tag einer schönen Radfahrwoche.
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Dienstag:
Auf geht’s, wir fahren durch das Wiehengebirge ins hügelige Ravensburger Land. Immer auf und ab. Unterwegs: Gut Böcken. Die Herrschaften dort wünschen nicht gestört zu werden. Aber trotzdem: ein beeindruckendes Anwesen.
In Bünde ist es heiß, wir fahren an der Else entlang zum Eiscafé Roma in Kirchlengern, und die gleiche Strecke rückwärts.
Nach ausgiebigem Abendessen -wir wurden jeden Abend verwöhnt- gab es noch den obligatorischen Rundgang durch den benachbarten Kurpark. Danach wurde der hauseigene Biergarten aufgesucht. Hofhund “Paul“, ein Jagdhund ohne Jagdschein, hatte dabei immer ein gutmütiges, leutseliges Auge auf uns.
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Mittwoch:
Wir müssen Kalorien abarbeiten. Bei sonnigem und warmem Wetter geht es auf dem Mühlenradweg wieder flach nach Norden. Durch das Fachwerkdorf Offelten, am wunderschönen Schloß Hüffe vorbei, fahren wir nach Levern.
Eine  erste Windmühle am Wegesrand wurde hierher versetzt  und restauriert. Eine schöne gepflegte Anlage, leider geschlossen. Auf den Geschmack gekommen wollen wir uns in Oppenwehe die dortige Bockwindmühle  ansehen. Ganz toll. Nochmal eine kühle Eispause Rahdener Creativ-Café. Danach geht wieder in zur Pension Röscher. Unser Abendessen wartet und anschließend muss der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werde.
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Donnerstag:
Die Sonne ist unser Freund. Sie lacht wieder. Die Batterien unserer E-Bikes sind, wie auch wir, mit neuer Energie geladen. Es geht von Bad Holzhausen nach Bad Essen. Wir radeln gemütlich durchs platte Land. In Bad Essen testen wir die Saline. Die Architektur ist schon etwas Besonderes. Wir sitzen in der Saline und lassen uns von der versprühten Sohle “benebeln“.  Anschließend natürlich in die Eisdiele. Ein unverschämt großer und ansehnlicher  Erdbeereisbecher ist heute die Belohnung für unsere Anstrengungen. Um die hügeligen Ausläufer des Wiehengebirges zu vermeiden, nicht alle haben E-Bikes, geht nach Landkarte zurück.
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Freitag:
Mit dem Auto 20 KM nach Kirchlengern. Hier starten wir zu einer Tour auf dem Else-Werre-Radweg zum Werre-Weser-Kuss. Die Saline von Bad Oeynhausen liegt am Weg und will in Augenschein genommen werden.
An der Weser setzen wir mit der Fähre -Amanda- (= die Liebende) über. Sie ist inzwischen 88 Jahre alt, aber immer noch ansehnlich und treu. Über unserem Tagesziel Vlotho ist der Himmel schwarz. Wir entschließen uns zu einer Touränderung. Es geht durch den großen Weserbogen nach Porta Westfalica.
Am Weser-Radweg finden wir einen ruhig gelegenen Biergarten mit Blick auf Kaiser Wilhelm, der oben auf dem Berg thront. Auf der Rückfahrt gibt es kurz einige “Tröpfchen“ eines Gewitterausläufers. Er bringt keine Abkühlung und auch die Sonne hat es nur kurz gestört.
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Samstag:
Nachdem wir das tolle Frühstücksbuffet reichlich genossen haben geht es auf zur letzten Tour. Zuerst wieder von Bad Holzhausen nach Bad Essen. Aber anders. Nach hügeliger Anfahrt kommt zur Belohnung eine lange Abfahrt zu den Saurierfährten. Ein einmaliges Naturdenkmal, das sich zu sehen lohnt.  Weiter geht es durch Bad Essen hindurch, am Mittellandkanal entlang. Ein Höhepunkt ist die lange Anfahrt durch eine herrliche Schloßallee zum Schloß Hünnefeld. Im Schlossgarten gibt’s ein schmuckes Gartencafé, das einfach zur Rast einlädt. Wir haben dies ausgiebig genossen. Anschließend geht´s durch Platte Land zurück.
Ein letztes Abendessen, natürlich wieder gut und reichlich (wir müssen ja bei Kräften bleiben), ein letzter Rundgang durch den Kurpark, ein letzter Abend bei Kerzenschein im Biergarten.
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Am Sonntagmorgen ist dann Abschiednehmen. Wir bedanken uns bei den drei Generationen der Großfamilie Röscher/Burmann, die uns herzlich aufgenommen und toll umsorgt haben.
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Fazit: eine herrliche Woche, tolles Wetter, 360 km auf dem Rad. Unser Radtourenleiter Heinz hat wieder gut geplant und alles richtig gemacht. Selbst das Wetter!
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Wanderungen auf den Hunsrücker-Traumpfaden 06.2016

Wanderungen auf den Hunsrücker-Traumpfaden

22 NaturFreunde aus Linden-Dahlhausen verbrachten eine herrliche Wanderwoche im Hunsrück.

Ausgangspunkt waren wieder die Pension Roswitha und das Haus Bärbel in Geisfeld. Und, um es vorweg zu nehmen, wir wurden sofort wieder herzlich empfangen. Roswitha, die gute Seele der Pension und ihre stets hilfsbereite Tochter Bärbel, empfingen uns bereits mit einem gedeckten Kaffeetisch, sodass wir uns gleich wieder wie zuhause fühlten.
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Die Hunsrücker-Traumschleifen, mittlerweile 111 an der Zahl, sind einfach ein Genuss für jeden Wanderer.

Samstag + Sonntag (18./19.06)
Nachdem wir uns am Ankunftstag mit einer ausgedehnten Runde ums Dorf warmgelaufen hatten, hat uns unser geübter Wanderleiter  Heribert mit der Traumschleife “Frau Holle“ gleich eine anspruchsvolle Tour ausgesucht. Mit einem satten Anstieg als Einstieg hat er unsere Leistungsfähigkeit gleich auf die Probe gestellt. Unterwegs wurden wir begleitet von plätschernden Bächen. Höhepunkt der Wanderung war ein Biberdamm. Hier hat sich der Biber ein kleines Paradies angelegt und wir haben bei ihm Pause gemacht. Danach ging es dann auf ruhigen Wegen durch Wald, Wiesen und Felder wieder zum Ende der Runde. Aber damit noch nicht genug. Es ging noch weiter bis in das Städtchen Reinsfeld, wo wir bei kühlen Getränken und einem kleinen Imbiß verlorene Kalorien wieder auffüllen konnten.
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Montag (20.06.)
Wind-Wasser-Wacken, eine beschauliche Runde zum Relaxen. Viele Windräder standen an unserem Weg, der keine beschwerlichen Anstiege hatte. Gemütlich konnten wir die Blicke schweifen lassen und die Landschaft in uns aufnehmen. Aber auch durch Laub-, Misch- und dunklen Fichtenwald sowie über kleine, muntere Bachläufe führte uns diese Traumschleife. Zur Pause lud  uns der Berger Wacken. Eine urige Felslandschaft.  An der Schinderhanneshöhle konnte  man sich gedanklich in Lage dieses gejagten Ganoven versetzen. Vor Schluss der Wanderung konnten wir uns noch an der Haardwaldquelle mit prickelndem Mineralwasser erfrischen. Auf der Terrasse unserer Pension genossen wir anschießend den langen Sonnenuntergang.
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Dienstag (21.06.)
Nach dem Frühstück folgte die Dollbergschleife. Diesmal ging es erstmal von Neuhütten an bergab zum Züscher Hammer, einer ehemaligen Eisenschmiede nahe der Nonnweiler Talsperre. Von dort ging es zu den beiden Höhepunkten dieser Wanderung. Zuerst besuchten wir das neu erstellte Keltendorf. Hier sahen wir wie unsere Vorfahren vor 2000 Jahren lebten. Imposant auch der zugehörige Ringwall mit 2,5 Km Länge, über 10 Metern Höhe und 40 Metern Breite aus aufgeschichteten Steinen. Beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten gings zurück zu Roswitha und Bärbel. Nachdem wir uns gestärkt hatten, musste natürlich auch der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. So gerüstet gewannen wir unser EM-Spiel gegen Nordirland mit 1:0.
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Mittwoch (22.06.)
Die Königsfeldschleife beginnt direkt vor unserer Pension. Wir hatten sie schon im Vorjahr erkundet, aber mit nassen Füßen und im Dauerregen. In diesem Jahr ist durchgehend Sommerwetter. Durch das gute Frühstück gestärkt ging es ans Werk. Über Rascheid wanderten wir zu der in ein kleines Wäldchen eingebetteten St. Anna-Kapelle. Rundum boten sich herrliche Ausblicke auf Hunsrücker Höhen und Dörfchen. Durch Wiesen, über Weiden, entlang der ehemaligen Hunsrückbahn, vorbei an Bächen und über angenehme weiche Waldwege im Hochwald ging es zur Grillhütte von Rascheid. Nach jedem Berg kommt ein Tal und wir folgten dem Rasbach, bevor es zum Schluss noch einmal kräftig bergauf zur Terrasse unserer Pension ging. Und dass war gut so.
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Donnerstag (23.06.)
Die Hunolsteiner Klammtour ist schon eine Ausnahmeschleife. Es ist unser Highlight. Herrliches Sommerwetter; ein Ausnahmetag. Beim Ersteigen des Burgfelsens der Burgruine Hunolstein -60 Stufen- wurde uns erstmal warm. Aber eine tolle Aussicht über eine im Sonnenlicht strahlende Landschaft belohnte uns reichlich. Über gute Wanderwege ging es weiter in Richtung Hölzbachklamm. Mehrere kleine Wasserfälle ermuntern hier das Herz des Wanderers. Entlang des wilden Baches hangelten wir uns auf schmalem Pfad durchs Drohntal. Zum Abschluss natürlich bergauf. Bei Hitze eine kleine, aber bei dem Liebreiz der Schleife, gerne in Kauf genommene Tortur. Belohnt haben wir uns im Bauernhofcafè mit Kaffee, Kuchen, Eis und/oder Kaltgetränken.
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Freitag (24.06.)
Unsere Abschlusswanderung machen wir auf dem Schiefer-Wackenweg bei Thomm. Mit 14 Km noch mal eine echte Herausforderung. Nach Abstieg kommt natürlich wieder ein Waldaufstieg der uns forderte. Danach wieder offene Landschaft bis zum “Herler Wacken“. Eine bizarre Felsformation, die sich im Wald versteckt. Hier vernahmen wir ein erstes Grummeln. Es näherte sich ein Gewitter. Als wir alle unsere Regenausrüstung angezogen hatten, war es auch schon wieder weg. Aber wir nass vom Schwitzen. Schwüle hatte sich breit gemacht. Vorbei an Steinbrüchen ging es auf dem Grubenwanderweg zum Besucherbergwerk Fell. Eine gastliche Einrichtung. Hier war für Essen und Trinken gesorgt. So machten wir uns auf die letzten Kilometer unserer Wanderwoche. Wanderleiter Heribert hatte noch eine ganz kleine Überraschung für uns. So wie “Frau Holle“ am  1. Tag mit einer stattlichen Steigung begann, so endete diese letzte Wanderung, vorbei an Schieferhalden, mit einem satten Anstieg nach Thomm – nur eben viel länger. Aber gestärkt von einer schönen, eindrucksvollen Wanderwoche haben wir dies auch locker und  gut überstanden.
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Nach 2x Rhön und 2x Hunsrück wird uns unser Wanderleiter Heribert sicher im nächsten Jahr auf neuen Pfaden in eindrucksvolle Landschaften führen.P1020018Samstag (25.06.)
Nachdem wir uns von unseren netten Gastgebern in Geisfeld, von unserer liebgewonnenen Roswitha und Tochter Bärbel gebührend verabschiedet hatten, ging es wieder nach Hause. Das Auto wird noch im Trockenen gepackt, danach begleitete uns auf der Heimfahrt Dauerregen. Wieder ging für uns eine schöne Freizeit zu Ende. Aber, kein Problem. Schon bald steht unsere Radfreizeit an und wir werden auch dort wieder gemeinsam schöne und erlebnisreiche Tage miteinander verbringen.                                                               IMG_5234

Naturfreunde Bochum-Linden-Dahlhausen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe

Naturfreunde Bochum-Linden-Dahlhausen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe

Esther Münch alias Putzfrau Walli gibt Vollgas und rockt den Treff der Naturfreunde Linden-Dahlhausen.
Benefizveranstaltung für die Flüchtlingshilfe Bo.-Südwest.

So schnell war wohl noch keine Veranstaltung der Naturfreunde Linden-Dahlhausen ausverkauft. Kaum war die Idee geboren, eine Benefizveranstaltung zugunsten des Flüchtlingshilfe-Netzwerks Südwest auf die Beine zu stellen, da hieß es in dem Treff an der Dr.-C.-Otto-Straße mit seinen 60 Plätzen auch schon: „Ausgebucht“. „Schuld“ daran ist natürlich Stargast Esther Münch, die extra für diesen guten Zweck in ihre Paraderolle als Putzfrau Waltraud „Walli“ Ehlert schlüpft und das Publikum gute zwei Stunden bespaßt.

Für Esther Münch avanciert der Auftritt zu einem echten Heimspiel, ist sie doch selbst in Dahlhausen zu Hause. Außerdem ist die Kabarettistin selbst in der Flüchtlingshilfe im Südwesten aktiv. „Ich betreue eine Flüchtlingsfamilie, die jetzt nach Dahlhausen gezogen ist“, erzählt sie. In Kürze übernimmt Münch zudem die Vormundschaft für zwei 16-jährige Afghanen. Mehrmals im Jahr verzichtet Esther Münch auf ihr Honorar und tritt bei Benefizveranstaltungen auf, so wie gestern im Naturfreunde-Treff, wo aufgrund der Enge echte Wohnzimmeratmosphäre herrscht. Münch liebt das: „Ich bin am liebsten ganz nah dran an den Leuten und mag es nicht, in ein dunkles Loch zu spielen.“

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Näher dran als gestern geht es nicht. Dass sie immer „mit ganz viel Herzblut“ bei der Sache ist, wird Esther Münch mit viel Applaus, herzhaften Lachern und so mancher Träne honoriert. Mit vollem Körpereinsatz spricht sie als Walli über die Vorzüge der „Best Ätchas“, den Menschen im besten Alter zwischen 45 und 74, „die so leicht nichts aus dem Sulky holt“.

Das Publikum ist begeistert. Naturfreund Bernhard Sperlich sitzt ganz vorne, erlebt Esther Münch hautnah und zum ersten Mal. „Wunderbar, einmalig, wie lustig und schlagfertig sie ist“, schwärmt er. Dass mit dieser Veranstaltung die Flüchtlinge unterstützt werden, findet Sperlich prima. „Ich war 1945 selbst Flüchtling, kam aus Schlesien. Mir hat man auch geholfen.“

Esther Münch und Jochen Hopmann, Vorsitzender der Naturfreunde, überreichen am Ende Bezirksbürgermeister Marc Gräf, bei dem die Fäden des Flüchtlingshilfe-Netzwerks zusammenlaufen, eine Spende über 1500 Euro – den Reinerlös dieser Veranstaltung. „Das Geld können wir gut gebrauchen“, freut sich Gräf und verweist auf die 12 000 Euro, die der Verein in den eineinhalb Jahren seines Bestehens allein für sprachbegleitenden Unterricht der Flüchtlinge ausgegeben hat.

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Das Lachen für den guten Zweck hat gut getan. Doch die Lage bleibt ernst, die Arbeit des Netzwerks geht weiter. Und die Naturfreunde Linden-Dahlhausen werden sich natürlich -wie bisher-  aktiv in die Flüchtlingshilfe einbringen.
Gernot Noelle

 

Radfreizeit im „Neuen fränkischen Seenland“ – August 2015

Radfreizeit im „Neuen fränkischen Seenland“ (am Altmühlsee)

      Die diesjährige Radfreizeit führte 16 Naturfreunde nach Streudorf (Gunzenhausen).
      Für acht Tage war der Frankenhof am Altmühlsee der Dreh-und Angelpunkt für
      unsere Aktivitäten. Eine wirklich gute Wahl.

Unsere Ankunft erfolgt bei herrlichem Wetter. Die Temperatur beträgt weit über 30 Grad. Es herrscht Hochsommer. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, geht es zu einer kleinen Eröffnungsrunde nach Gunzenhausen und am Ostufer des Altmühlsees zurück zum Frankenhof in Streudorf.

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Am Montag fahren wir ins Mittelalter, Städtchen wie Merkendorf, Wolframs-Eschenbach (Eiscafe geschlossen) und die Festung Lichtenau scheinen immer noch im Mittelalter zu sein. Erst Triesdorf zeigt uns auf der Rückfahrt, dass auch hier in Franken die Uhr weitergelaufen ist. Auf dieser Tour müssen wir auch einen ersten „Berg“ hinauf auf die Hochebene bezwingen.

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Der Dienstag wird unser härtester Tag. Entgegen der Wettervorhersage knallt die Sonne ganztägig vom Himmel und unsere Tour bietet kaum mal Schatten. Durch das breite Altmühltal geht es nach Weißenburg, der großen Kreisstadt. Hier in Weißenburg geht’s ins Eiscafe. Lecker und erfrischend. Auf der Rücktour geht es ab in einen Biergarten und für einige ins Wasser. Nach 70 km hatten wir es uns redlich verdient.

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Am Mittwoch brauchen wir etwas Erholung. Die Seen sind angesagt. Wir fahren entlang dem Westufer des Altmühlsees , zum kleinen Brombachsee, über den Mitteldamm (großer und kleiner Brombachsee) und über einen weiteren Damm (großer und kleiner Igelbachsee). Mittagspause gibt es im Biergarten in Ramsberg. Danach geht es zum Badeufer. Die Abkühlung tut richtig gut. Weiter radeln wir am Wasser entlang zurück.

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Obwohl wir uns in einer wasserreichen Gegend befinden, hat die in Franken bereits lang anhaltende, trockene Hitze schon für eine starke Verfärbung der Blätter und für leider viele vertrocknete Rasenflächen gesorgt.

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Auch am Donnerstag gibt’s viel Wasser zu sehen, aber lauter kleine Teiche und den Dennenloher See. Hin fahren wir über den Limes-Radweg und über den Karpfen-Radweg. In Bechhofen herrscht tote Hose. Dank der Hilfe freundlicher Einheimischer, haben wir doch noch ein offenes Eiscafe gefunden. Aber später finden wir bei der Badestelle Ornbau-Gern am Altmühlüberleitner-Kanal einen schönen Biergarten mit schattigem, luftigen Plätzen. Auch hier gibt es reichlich wieder schwimmende Radler.

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Heute (Freitag) wird’s sportlich, zur Einübung über Haundorf durch den Mönchswald hinüber nach Spalt, hier ist es heiß und laut. Es tröstet uns der tolle Kuchen vom örtlichen Bäcker. Die Krönung ist dann allerdings der Radweg zum Brombachsee. Steil und lang geht es hinauf, viele schieben und die Sonne knallt wieder vom Himmel. Die lange Abfahrt zum See entschädigt nur ein bisschen. Verdiente Pause gibt es im Biergarten am Igelsbachsee. Zurück ohne weitere Steigung. Zum letzten Mal Baden im Altmühlsee.

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Der Samstag bringt „nur“ bis 24 Grad. Die große Hitze ist vorüber. Wir genießen die Landschaft und sehen zwei sehr sehenswerte aber völlig unterschiedliche Kirchen. In Königshofen schlichter Innenraum, aber beeindruckend. In Herrieden barocker Prunk, aber beeindruckend. Wir sehen eine mittelalterliche Wasserburg in Sommersdorf. Wir sehen Stadtbefestigung und Flußbrücke über die Altmühl in Ornbau.

Der Sonntag bringt uns die Rückfahrt in strömendem Regen. Unsere Radfreizeit ist zu Ende. Schöne Tage sind vorüber.

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Wanderurlaub im Hunsrück – Juni 2015

Wanderwoche im Hunsrück

Die jährliche Wanderfreizeit ging dieses Jahr in den Hunsrück. 26 Linden-Dahlhauser Naturfreunde waren begeistert von der schönen Landschaft, herrlichen Wanderwegen und besonders von unserer tollen Unterkunft in Geisfeld (nahe Hermeskeil).

Am Ankunftstag haben wir nach einem ausgiebigen Kaffeetrinken mit einer kleinen Erkundungsrunde die Gegend rund um den Ort Geisfeld erwandert.

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Die nächsten Tage gehörten den sogenannten “Traumschleifen“. Der Name ist Programm. Alle erwanderten Routen führten uns über Hügel und durch Wälder mit imposanten Felsformationen oder durch Wiesen und Felder entlang munterer Bachläufe. Alle Traumschleifen waren bestens gezeichnet und die Wege gut begehbar, natürlich mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Gipfelrauschen – diese Traumschleife führte uns rund um den Erbeskopf, der höchsten Erhebung in Rheinland-Pfalz. Ein herrlicher Rundblick wurde uns von der Aussichtsplattform „Windklang“ geboten. Er entschädigte voll für den kurzen, aber kräftigen Anstieg. Danach ging es auf natürlichen Pfaden durch den Hochwald. Zum Abschluss belohnten wir uns im Hunsrückhaus am Erbeskopf mit Kaffee und Kuchen.

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Primstalsperre Seerundweg – eine interessante Flachetappe zum Erholen rund um die Talsperre. Neben dem Züscher Hammer, einer ehemaligen Eisenschmelze, waren die Skulpturen des Planetenlehrweges auf den ersten Kilometern unsere informativen Begleiter.

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Die Königsfeldschleife begann direkt vor unserem Feriendomizil. Eine sehr anspruchsvolle Wanderung, aber auch ein Genuß. Viele traumhafte Wanderpfade ermöglichten uns herrliche Weitblicke von den Höhen. Es war “unser Regentag“, aber wir haben ihn wegen der abwechslungsreichen, prächtigen Landschaft trotzdem genossen.

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Unser Wanderleiter Heribert hat es verstanden täglich eine Steigerung zu bringen. So war der Rockenburger Urwaldpfad ein spannender Rundweg mit schmalen Serpentinen, schönen Bachläufen die uns begleiteten, dem eindrucksvollen „Steinernen Tor“ und dem imposanten Prosterather Wacken. Schon eine kleine Herausforderung für uns Wanderer.

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Den Mittelalterpfad bei Herrstein erwanderten wir unter sachkundiger Führung einheimischer Verwandtschaft. Allein die historische Altstadt mit ihrem Wehrturm, Schlosskirche und dem Schinderhannesturm lohnte einen Besuch. Aber für uns Naturfreunde waren auch die Naturdenkmale Jammereiche, Rabenkanzel und der beeindruckende Fernblick von der neu angelegten Aussichtsplattform, die eine Sicht auf viele Ortschaften und auf die Höhenzüge der Mittelgebirgslandschaft bot, eine besondere Augenweide.

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Für den gelungenen Abschluss unserer Wanderung sorgte ein „gepflegtes Schwenkbratenessen“ im Flughafen Idar-Oberstein. Eine fantastische Grill-Spezialität, die direkt im Gastraum zubereitet wird. “Einfach köstlich!“

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Den Höhepunkt bildete die Hunolsteiner Klammtour. An unserem letzten Wandertag der Hit. Erster Glanzpunkt war die Burgruine Hunolstein. Von der Burg stehen leider nur noch wenige Reste. Aber es lohnte sich über die 60 Stufen auf den Burgfelsen zu steigen. Wir wurden mit einem prächtigen Blick über die Hunsrücklandschaft und in das Dhrontal belohnt. Letzte Attraktion  unserer Wanderfreizeit war die Hölzbachklamm. Wildromantisch stürzt der Bach neben unserem schmalen Wanderweg zu Tal. Eine märchenhafte Wanderung zum Abschluss einer schönen, harmonischen Wanderwoche.

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Ein besonderer Dank gilt unseren Gastgebern in Geisfeld. Wir wurden in der Pension Roswitha und im Haus Bärbel liebenswürdig aufgenommen. Unsere Gastgeberinnen Roswitha Harig und Bärbel Reinders haben sich warmherzig um uns gekümmert und uns verwöhnt. Dass wir uns wohlgefühlt und die Tage im Hunsrück genossen haben, ist auch ihr großer Verdient.

Beste Verpflegung und schöne Zimmer machten die ganze Wanderwoche rund. Es war eine tolle Freizeit mit vielen Höhepunkten und neuen Erkenntnissen. Wir haben den Hunsrück kennen und schätzen gelernt. Wir waren fast alle zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal dort.

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Armenien – Naturfreunde pflanzen Blutbuche

Armenien
13.05.2015

Naturfreunde pflanzen Blutbuche

Linden. Gedenkfeier auf dem Friedhof Donnerbecke in Erinnerung an Genozid an Armeniern vor 100 Jahren. Neben der Buche wächst eine armenische Platane.

70 Jahre nach Kriegsende haben die Naturfreunde bei einer bewegenden Gedenkstunde auf dem Friedhof an der Donnerbecke an die Gräueltaten der Weltkriege erinnert. „Wir denken an die ehemaligen Kriegsgegner, an die Morde am jüdischen Volk und heute insbesondere an den Genozid am armenischen Volk vor 100 Jahren“, so der Vorsitzende Jochen Hopmann. „Diese Geschehnisse müssen uns Naturfreunde weltweit gegen Gewalt aufbringen.“

Frühling steht für Neubeginn
Unter dem Motto „Ein grün wachsendes Fundament für unsere Zukunft“ nahm Heide Rieck von den Bochumer Literaten an der Gedenkstunde teil: 155 Bäume als Zeichen der deutsch-armenischen Freundschaft stehen jetzt in Bochum. „Wir haben bewusst 155 Bäume aus Armenien geholt und nicht 100“, betonte Azat Ordukhanyan, Vorsitzender des Armenisch-Akademischen Vereins 1860. „Denn damit wollen wir zeigen, dass unsere Freundschaft älter und wichtiger ist, als ihre Unterbrechung vor 100 Jahren.“ Unter dem Titel „Armenischer Frühling“ finden in diesem Jahr zahlreiche kulturelle Veranstaltungen zu dem für viele weitgehend unbekannten Land Armenien statt. „Das Wort ‘Frühling’ soll den Neubeginn der Deutsch-Armenischen Freundschaft symbolisieren“, so die Literatin Heide Rieck.

Blutbuche

In Linden wurde an historischer Stätte vor einem Mahnmal gegen Gewalt auf dem Friedhof an der Donnerbecke eine Blutbuche gepflanzt. Vereinsvorsitzender Azat Ordukhanyan rang in seiner Dankesrede ergriffen nach Worten: „Noch nie zuvor hat eine deutsche Organisation einen Baum für die Opfer des Genozids an den Armeniern vor 100 Jahren im Schatten des Ersten Weltkrieges auf deutschem Boden gepflanzt“, sagte er. „Ein wahrhaft historischer Augenblick.“ Darauf pflanzte er neben die Blutbuche eine Platane aus der Baumschule Kapan im Süden der Republik Armeniens – zum Gedenken an die Zwangsarbeiter, Krieggefangenen und Bombenopfer des Zweiten Weltkrieges, darunter 400 000 Armenier. 70 Jahre nach der Befreiung von Terror und Krieg.
Gisbert Frömgen

Landestreffen 2015 der NaturFreunde NRW in Bochum-Linden-Dahlhausen

Die NaturFreunde,

Mitglied der Green 10, der zehn größten Naturschutzorganisationen Europas und mit fast 500.000 Mitgliedern eine der größten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weltweit, hielten ihr diesjähriges NRW-Landestreffen 2015 in Linden-Dahlhausen ab.

Jochen Hopmann, Vorsitzender der NaturFreunde Bochum-Linden-Dahlhausen begrüßte ca. 320 NaturFreunde aus NRW. Sie trafen sich unter dem Motto „Im Ruhrpott unterwegs“ in der Theodor-Körner-Schule in Bochum-Dahlhausen. Im Vordergrund stand die Information, der Erfahrungsaustausch aber auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. 8 Exkursionen wurden angeboten.

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Eine große Gruppe informierte sich bei einem Rundgang durch das Weitmarer Holz mit dem Stadtförster Lothar Kühnen über die Entwicklung des Stadtwaldes nach Kyrill und Ela.

Besonders Aufmerksamkeit erfreuten sich die 2 Exkursionen durch den Botanischen Garten der RUB unter sachkundiger Führung und ein Besuch des Instituts für Umwelt und Zukunftsforschung im Radom.                                              02_P1030394   01_P1030393

Ein Teilbereich des bergbauhistorischen Wanderwegs wurde mit dem Bergmannstisch Bochum Süd erkundet. Hier standen der Flöz Wasserfall, ein seltener geologischer Aufschluss, sowie Fossilienfunde im Dahlhauser Ruhrtal im Mittelpunkt.

Weiter wurden Besuche im Eisenbahnmuseum, im Industriemuseum Henrichshütte und ein Rundgang durch die sehenswerte Arbeitersiedlung „Gartenstadt Hüttenau“ (Hattingen-Welper) durchgeführt.

Eine alternative Stadtrundfahrt zu Stätten des Faschismus, des Widerstandes und der Verfolgung mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes rundete das Angebot ab.

Nachdem man sich nach den Exkursionen gestärkt hatte, begrüßte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz im Namen der Stadt Bochum die Naturfreunde. Sie und auch der stellv. Vorsitzende der Naturfreunde, Leo Gehlen, gingen in ihren Ansprachen besonders auf das Thema Arbeitsplätze ein und sie bekannten sich zu Respekt, Akzeptanz und Toleranz im Umgang mit den Flüchtlingen, die bei uns Schutz und Sicherheit suchen.                                                                                                                                      Zwischenablage01   Zwischenablage02

Auch Bochumer politische Prominenz war anwesend. Axel Schulz (MdB), Thomas Eiskirch (MdL und Oberbürgermeisterkandidat der SPD) sowie Bezirksbürgermeister Marc Gräf, alle selbst Naturfreundemitglieder, und auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat, Dr. Peter Reinirkens, nahmen teil.

Beim Nachmittagsprogramm sorgten Liedermacher Peter Jörn Rüddenklau und Horst Kortwittenborg, literarisches Kabarett, für gute und nachdenkliche Unterhaltung und die Naturfreundejugend richtete ein Programm für Kinder und Jugendliche aus.DSCN5282   MV8A7981

Für den harmonischen Ausklang sorgte die Musikgruppe der Linden-Dahlhauser Naturfreunde, die zum gemeinsamen Singen lud. Mit dem Lied „Kommt reicht Eure Hände“ wurde ein solidarischer Schlußpunkt gesetzt                            .MV8A8035   DSCN5259

Die Linden-Dahlhauser NaturFreunde, die für die gesamte Vorbereitung, Organisation und auch die Versorgung der Gäste mit Speisen und Getränken verantwortlich zeichneten, sind stolz über ein gelungenes, harmonisches und erfolgreiches Landestreffen.

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Bäume für Bochum, 28.03.2015

Die NaturFreunde Linden-Dahlhausen
und
Mitglieder der SPD Linden und Dahlhausen
pflanzten am Samstag, den 28.03.2015,
500 Setzlinge im Rahmen der Aktion

„Bäume für Bochum“

Die SPD Bochum stellte dazu 500 Setzlinge zur Verfügung. Wir haben sie gemeinsam im Neveltal, beiderseits der Straße „Am Röderschacht“, gesetzt.

Insgesamt wurden in Bochum 3000 Setzlinge gepflanzt. Je Stadtbezirk 500 Stück. Zum Abschluß wurden jetzt im Stadtbezirk Südwest von uns die Setzlinge 2501 – 3000 gepflanzt.

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Der Initiator, unser Mitglied Thomas Eiskirch, Vorsitzender der Bochumer SPD und frisch gekürter SPD Oberbürgermeisterkandidat für die OB-Wahl am 13.09.2015, war auch tatkräftig mit bei der Arbeit.

Der steinige Boden stellte uns vor einige Probleme, die aber mit Schüppe, Hacke, Mettwurst und Doppelkorn gelöst wurden.

Wichtig war für uns die sachkundige Hilfe von Herrn Kamplade und Herrn Kloth, die auf richtige Abstände und Pflanztiefe achteten.

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Besonders erfreut waren wir über die tüchtige Unterstützung bei der Aufforstungsaktion durch unsere Grünkittel “Altförster“ Mauer und Stadtförster Kühnen.

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Abschließend gab es im NaturFreundeTreff einen zünftigen Eintopf, der die verbrauchten Kräfte wieder auffrischte.

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für eine Naturfreundliche Welt