Zur Mohnblühte im Frau Holle Land – – Bilder zum Vergrössern anklicken

Wir waren wieder einmal im Kaufunger Wald. Das NaturFreundeHaus „Meißnerhaus“ -auf dem Hohen Meißner- liegt mitten im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Ein ideal gelegener Ausgangspunkt für tolle Wanderungen auf den herrlichen Premiumwegen, die ihren Namen auch wirklich verdienen.

Kaum angekommen und die Zimmer bezogen, ging es auch schon auf eine erste Erkundungstour rund ums „Meißnerhaus“. Der Rundweg 3 mit seinen knapp 4 Kilometern war natürlich nur ein kleiner Vorgeschmack, aber zum Warmlaufen bestens geeignet.

Der Montag hat uns dann schon mehr gefordert. Es war der Premiumweg 23 angesagt. Von der gepflegten Parkanlage rund um die Kirchenruine Abterode geht es durch blühende Felder, Wälder und Wiesen.

Wir müssen stetig bergauf und bergab, werden aber auch durch herrliche, weite Ausblicke belohnt. Zum Schluss der Wanderung belohnen wir uns dann mit Kaffee und Mohnkuchen.
 
Dienstag: Es geht auf den Premiumweg 1. Um ein besseres Verständnis für Flora und Fauna im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land zu bekommen haben wir sachkundige Unterstützung durch die Naturparkführerin Frau Wallbraun erhalten.

Höhepunkte dieser Wanderung sind die Seesteine, der Kalbsee und der sagenumwobene Frau-Holle-Teich. Durch Frau Wallbraun tauchen wir auch tief in die Sagen, Mythen und Legenden des Naturparks ein. – Ein toller Wandertag.

Mittwoch.
Heute erkunden wir den Premiumweg 9. Er verbindet mehrere Wacholderheiden miteinander und bietet fantastische Fernblicke. Kirschplantagen und blühende Felder erfreuen Auge und Gemüt.

 

Donnerstag. Wir erwandern unsere jüngere Geschichte und einen weiteren
herrlichen Flecken Land. Nach einem schwierigen Anstieg kommen wir zur ehemaligen innerdeutschen Grenze. Zwischendurch werde wir von Regenschauern erwischt. Zweimal kurz – aber dafür heftig. Der ehem. Todesstreifen ist inzwischen ein „Grünes Band“ eine blütenreiche Lebenslinie. An einem Rest des Grenzzauns finden wir Regenschutz, bevor es zur „Stasi-Röhre“ weitergeht. Hier schleuste die DDR Agenten durch ein Betonrohr Agenten von Ost nach West und zurück.

Die Sonne kommt wieder uns wir nehmen uns den Rest des Weges vor. Unsere Kletterkünste werden ernsthaft gefordert. Aber die Schönheit der Landschaft ist die Anstrengungen wert.

Freitag:
Heute gibt es eine besondere Attraktion. Frau Wallbraun war von uns angetan und hat uns eingeladen zu einem bebilderten Exkurs über die Erdgeschichte, sowie Flora und Fauna des Frau-Holle Naturparks und seine Sagen und Mythen. Es war eine interessante Ergänzung zu unseren Wanderungen. Bei Kaffee, Tee und leckerem Gebäck und Kräuterbütterchen tauchten wir tief ein in traumhafte Landschaften und sagenhafte Pfade.
 
Und dann erwandern wir sie. Die Wacholderheide „Hielöcher“ ist ein Erlebnis. Sie darf nur mit Führern begangen werden. Versteckte, durch Wasser ausgespülte Löcher( Dolinen) durchziehen die Karstlandschaft und in dieser Landschaft werden die Sagen mit Leben gefüllt.
          

Samstag: Mohnblühte in Germerode. Der Höhepunkt unserer Wanderfreizeit. Lange sah es nach einem Flopp aus. Monatelange Trockenheit verhinderte das Wachstum der Mohnblumen. Aber so wie das Wetter uns gut gesonnen war, so auch der Mohn. Pünktlich, zum Abschluss der Freizeit, öffnete sich für uns die Blütenpracht. Erst gibt es eine Kutschenfahrt mit Mohnschnaps und anschließend eine geführte Wanderung durch und um die Mohnfelder. Eine unbeschreibliche Farbenpracht und bleibende, fast berauschende Eindrücke. Muss man selbst gesehen haben.

Zum Abschluss gibt´s was? Natürlich Mohnkuchen, Mohnbratwurst mit Mohnsenf, Mohnlikör, Mohnkäse usw. usw.. Der ganze Tag war ein lohnendes Ereignis!!!
 
Sonntag: Die schönste Freizeit geht einmal zu Ende. Am letzten Tag geht es rund um unser Domizil, dem Meißnerhaus. Vorbei an den Sendetürmen, am NaturFreundeWald und an der Kitzkammer. Hier verwandelte Frau Holle zänkische Mädchen in Katzen und sperrte sie in der Kitzkammer ein. (Anm.: Unsere Frauen sind alle wieder daheim. Wie wir alle.)
 
Montag: Wir fahren nach Hause. Mit etwas Wehmut. Es war eine tolle Freizeit. Wanderleiter Heribert hat wieder alles bestens organisiert.

Die Mitarbeiter im Meißnerhaus haben uns, wie immer,
optimal versorgt und betreut.

Ein dickes Danke.

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