Wanderfreizeit Hoher Meißner / Kaufunger Wald 22. – 29.07.2017

BILDER ZUM VERGRÖSSERN ANKLICKEN

Wandern im Kaufunger Wald

Die diesjährige Wanderfreizeit der Linden-Dahlhauser Naturfreunde fand im Naturpark Hoher Meißner/Kaufunger Wald statt. Auf dem Hohen Meißner steht auf fast 700 Metern über N. N. das Meißnerhaus. Das Haus wird bestens geführt von den Eheleuten Gudrun und Rolf Fahrenbach. Schon die Mutter des jetzigen „Herbergsvaters“ hat das Haus lange Jahre geleitet und die Straße zum Haus wurde zu ihren Ehren von der Gemeinde Hessisch Lichtenau nach ihr benannt.

 
Nach 2 Freizeiten zum Jahreswechsel, wollten wir nun das Haus und seine Umgebung im Sommer kennenlernen und erwandern. Bereits am frühen Samstagnachmittag konnten wir unsere Zimmer beziehen und nach einer Stärkung im Naturfreundehaus machten wir eine erste Wanderung. Das Wetter war durchwachsen, aber nach 3 Std. Autofahrt tat die Bewegung gut. Vom Haus ging es zu den großen Sendern des Hessischen Rundfunks. Zuerst über Wiesen und dann tauchten wir ein in die herrliche Welt des Kaufunger Waldes.  Ein Höhepunkt dieser Runde waren die Seesteine (der Name erinnert an einen versandeten See). Die Seesteine sind eine alte Waldparkanlage mit einem Waldgedenkpfad. Hier gab es einen Aufenthalt um die Schönheit dieses Platzes, der von Schülern gepflegt wird, ausgiebig zu genießen.  Danach ging es wieder, unterbrochen von einem nicht ganz leichtem Wandersteig, Richtung Haus.
 
Sonntag erwanderten wir den Premiumweg 8. Offenes Land mit blühenden Wiesen und schöne Waldwege reihen sich in einem ständigen Wechsel. Es geht stetig auf und ab. Die Kuppen ermöglichten uns immer wieder grandiose Rundblicke. Höhepunkt ist das Naturschutzgebiet Bühlchen. Es lädt zum Verweilen und genießen. Die Natur hat immer wieder Überraschungen parat, die wir gerne in uns aufnehmen. In Weißenbach ist ein Besuch der Jausenstation  Pflicht. Ahle Wurscht, eine nordhessische Spezialität, sowie Kaffee und Kuchen bringen uns schnell wieder zu neuen Kräften. Dies veranlasste am Nachmittag einen Teil der Gruppe den Rundweg 3, vom Naturfreundehaus aus, als Zugabe draufzulegen.
 
Tag 3, 4 und 5 waren Regentage. Wandern war nicht möglich. Aber auch Regentage kann man sinnvoll nutzen.
 
Montag besuchten wir die mittelalterliche Stadt Eschwege mit ihren unzähligen liebevoll erhaltenen Fachwerkbauten. Sie liegt im schönen Werratal  inmitten einer traumhaften Mittelgebirgslandschaft.
 
Dienstag ging es nach Kassel. Von Hess. Lichtenau ca. 30 km mit der Tram bis  in das Zentrum der „documenta-Stadt“ Kassel. Ein Teil nutzte die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Besuch der documenta 14, andere inspizierten die Geschäfte der Stadt, die einen großen Einzugsbereich versorgt und entsprechend gut mit Geschäften und großen Einkaufshäusern  sortiert ist.
 
Am dritten Regentag (Mittwoch) ging man getrennte Wege. Ein Teil besuchte die Kurstadt Bad Soden-Allendorf mit ihren schmucken Fachwerkhäusern und nutzte die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Solbad in der Werra-Therme. Der Rest besuchte die mittelalterliche Stadt Mühlhausen in Thüringen. Der Regen wich und mit uns kam dann auch wieder die Sonne. Mühlhausen, mit seiner gut erhaltenen Altstadt, ist als Stadt der Kirchen bekannt. Wir machten einen ausgiebigen Rundgang durch die herrliche Altstadt, genossen die Schönheiten aber auch Kaffee, Tee und Kuchen.  Hier wirkte Thomas Münzer ein Verfechter der Reformation und Kämpfer für das Recht auf Selbstbestimmung. Zur Zeit der Feudalherrschaft ein abenteuerlicher Gedanke. Von Mühlhausen ging´s wieder zurück ins Naturfreundehaus. Nach dem stets sehr guten Abendessen verbrachten wir, wie immer, den Abend zusammen in unserem Gemeinschaftsraum.
 
Der Regen war wie weggeblasen und so konnten wir am Donnerstag und Freitag endlich wieder wandern. Unser Wanderleiter Heribert hatte für uns  die Premiumwege 14 und 10 ausgesucht. Wie immer, eine gute Wahl.

Die Bilsteinrunde, 12,0 km. Vom Parkplatz in der Nähe von  Großalmerode wanderten wir über  herrliche, naturbelassene Pfade. Am Wege (Steinberg) finden wir die Reste des ehem. Braunkohle- und Quarzitabbaus.  Interessant war auch die Quelle der „Roten Nieste“ deren Quellbereich tatsächlich aufgrund des hohen Eisengehalts eine geheimnisvolle Rotfärbung ausstrahlt. Der Bilsteinturm, auf der höchsten Erhebung des Kaufunger Waldes, belohnte uns bei klarer Sicht mit einem herrlichen Rundumblick weit ins Land. Nach einem Abstecher zum Naturdenkmal „Roter See“ der allerdings seinem Namen keine Ehre machte -er schimmerte doch stark grünlich- ging es zurück zum Ausgangspunkt. Wir hatten uns unser Abendessen redlich verdient.
 
Der Freitag brachte uns auch wieder sonniges Wanderwetter. Es stand die „Entdecker Tour“ rund um Reichenbach als Abschlußwanderung an. Es gab wieder viel zu sehen. Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Reichenbacher Kalkberge. Durch Kalkeichenwald hinauf zur Burgruine Reichenbach mit dem liebevoll restaurierten Aussichtsturm auf dem Schloßberg. Hier wurde uns wieder eine tolle Aussicht über´s Land geboten. Weiter ging es über einen Teil des Kunstpfades ARS NATURA bis hin zum Kindelberg. Alte Huteflächen (Waldweiden) und artenreicher Magerrasen lädt uns zum Verweilen ein und wir genießen noch einmal die Schönheit von Natur und Landschaft in vollen Zügen.
 
Danach ging es wieder zum Meißnerhaus und wir rüsteten uns zur Heimfahrt am nächsten Morgen. Wir hatten eine gute Zeit im Naturfreundehaus und bedanken uns beim Ehepaar Fahrenbach und ihren Mitarbeitern für die gute Versorgung und Betreuung. Im nächsten Jahr werden wir  wieder 8 Tage das Naturfreundehaus besuchen und von dort das spektakuläre Ereignis der millionenfachen Mohnblühte im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land „erwandern“.


 

Bookmark the permalink.

Comments are closed.